Risikomanagement

In den Krankenhäusern der Klinikum Westfalen GmbH das wir bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Instrumenten zur frühzeitigen Risikoerkennung gearbeitet. Die Methoden, Instrumente und Standards zur frühzeitigen Erkennung klinischer Risiken, deren Analyse und Prävention werden in regelmäßigen Qualitätszirkeln geprüft und erweitert. Basis ist das in allen Kliniken etablierte Qualitätsmanagementsystem das seit Jahren nach dem Verfahren der KTQ® (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) zertifiziert ist.

Beschwerdemanagement

Ziel des Krankenhauses ist es auf Basis des Leitsatzes „Im Rahmen der Möglichkeit bieten wir den Patienten und ihren Angehörigen an, aktiv auf den Behandlungsprozess Einfluss zu nehmen.“ ein systematisches und qualitativ hochwertiges Verfahren zum Beschwerdemanagement weiterzuentwickeln.

Die Klinikum Westfalen GmbH hat ein strukturiertes Beschwerdemanagement unter dem Name „Ihre Meinung ist uns wichtig“ etabliert und nimmt an der kontinuierlichen Patientenbefragung der Knappschaft Bahn See teil.
Alle Patienten mit einem stationären Aufenthalt erhalten den Bogen vom Pflegepersonal. Zusätzlich werden die eingegangenen Beschwerden, Anregungen und Lob statistisch erfasst und ausgewertet. Die Auswertungen werden der Geschäftsführung vorgelegt und den Angestellten in den Teambesprechungen vorgestellt.
Eine weitere Möglichkeit für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter „Lob & Kritik“ zu äußern, kann über die elektronischen Terminals erfolgen. Diese stehen an allen Standorten bereit und können selbstverständlich auch anonym verwendet werden.

CIRS

Eine offene Fehlerkultur ermöglichen!
Das Klinikum Westfalen entwickelte ein CIRS-Konzept (Critical Incident Reporting System) basiert auf den Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit. Es ermöglicht das Lernen aus CIRS-Meldungen sowohl auf Abteilungs-und Klinikebene als auch klinikübergreifend durch Veröffentlichung relevanter Meldungen. Die Meldungen können von jedem Mitarbeiter an allen PC-Arbeitsplätzen anonym & sanktionsfrei eingegeben werden (dies ist über eine Betriebsvereinbarung sichergestellt).

Hygiene

Im Rahmen der Krankenhaushygiene ergreift die Klinikum Westfalen GmbH umfangreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit durch die Minimierung von Risiken. Beispielhaft seien genannt:

  • Freigestellter Krankenhaushygieniker
  • Etablierung einer Hygienekommission
  • MRSA-Eingangsscreening bei allen Patienten
  • Regelmäßige Schulung aller Beschäftigten
  • konzerninterne Qualifizierungsmaßnahmen für Hygienefachpersonal
  • verbindliche Umsetzungen von Hygienestandards in allen Bereichen des Krankenhauses
  • Hygieneaudits zur Unterstützung der Einhaltung von Hygieneanforderungen
  • Teilnahme an der Aktion Saubere Hände“ der WHO
  • Qualitätssiegel Zertifizierte ZSVA nach DIN EN ISO 13485 & DIN EN ISO 9001
  • Teilnahme am Arbeitskreis „MRE-Netzwerk“ Unna & „Hygiene und Infektionsschutz“ Dortmund
  • Teilnahme am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System KISS des nationalen Referenzzentrum (CDAD-KISS. HAND-KISS, MRSA-KISS, SARI)

Patientenidentifikationsarmbänder

Mit der Einführung von Patientenarmbändern erhöht das Klinikum Westfalen die Sicherheit für Patienten. Während des Krankenhausaufenthaltes können Patienten mit Hilfe der Bänder identifiziert und damit Verwechslungen ausgeschlossen werden. Das ist besonders wichtig nicht nur bei der Durchführung von Operationen, sondern auch bei der Verabreichung von Medikamenten. Vor Operationen zum Beispiel kommt es immer wieder vor, dass Patienten unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln nicht mehr verlässlich anzusprechen sind. Bei der Ausgabe von Medikamenten könnte es das Personal auch mit dementen Patienten zu tun haben.

Personenschutzsysteme

Zum Thema Säuglingsverschleppung wurde am Standort Dortmund ein elektronischer Alarm (Babyguard) eingerichtet. Dieses System verhindert, dass ein Säugling unbemerkt aus dem Neugeborenenzimmer oder der Geburtsstation entfernt wird.
In der Altersmedizin gibt es zum Schutz der Patienten einen "Hinlaufschutz". Hinlaufschutzsysteme bestehen aus einem mobilen Funkchip und einem stationären Empfänger. Den Chip tragen Demenzkranke bei sich, beispielsweise in einem Armband, einer Kette oder als Einnäher in der Kleidung. Verlässt der oder die Betroffene einen bestimmten Bereich, reagiert der Empfänger und gibt Pflegekräften ein Signal.

Risikoaudits

Mit dem Ziel, mögliche Risiken durch die Analyse von Strukturen und Abläufen zu identifizieren sowie konkrete Präventionsmaßnahmen empfehlen zu können, werden regelmäßige Risikoaudits durch das Qualitätsmanagement durchgeführt, beispielsweise zu OP-Sicherheit, Arzneimitteltherapiesicherheit und Patientenaufklärung. Die Geburtshilfe sowie der OP zählen zu den Hochrisikobereichen einer jeden Klinik. Kommt es hier zu Schadensfällen, sind diese besonders tragisch und schwerwiegend. Seit 2016 werden zusätzlich Risikoaudits in allen Kliniken durchgeführt.

WHO Checkliste

Checklisten sind in der Luftfahrt ein bewährtes Kontrollinstrument, um die Sicherheit durch Vermeidung unerwünschter Ereignisse zu erhöhen. Wie im Flugzeugcockpit können Checklisten auch im OP-Saal eingesetzt werden, um die Einhaltung vorgegebener Sicherheitsstandards und die Verfügbarkeit erforderlicher Ressourcen zu kontrollieren sowie Aufgabenverteilungen und Verantwortlichkeiten zu regeln. Sie gewährleisten im Team abgestimmte objektiv reproduzierbare Abläufe und tragen somit zur Patientensicherheit bei. Die Checkliste ist ein Instrument um wichtige Informationen wie zum Beispiel:
Befindet sich der richtige Patient im dafür vorgesehen Saal zur richtigen Operation? Wurde eine Seitenmarkierung vorgenommen. Sind Allergien bekannt? Die Implementierung bedarf einer geänderten Sicherheitskultur in einem interdisziplinär und interprofessionell abgestimmten klinischen Prozessmanagement.

Dipl. Inform. Halleh Rasche
Dipl. Inform.
Halleh Rasche
Leitung Qualitätsmanagement
Tel.: 0231 922-1082
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