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AltersTraumaZentrum im Klinikum Westfalen

Der Sturz beim älteren Menschen führt häufig zu erheblichen Folgen, zu einer knöchernen Verletzung und zur Gefährdung der Selbsthilfefähigkeit. Die Komplikationen und bleibenden Behinderungen beeinträchtigen die weitere Lebensführung und erhöhen den Pflegebedarf. Um dieses komplexe Geschehen sowohl chirurgisch als auch geriatrisch zu behandeln wurde im Klinikum-Westfalen das AltersTraumaZentrum (ATZ) entwickelt und von unabhängigen Experten geprüft und zertifiziert.

Die Klinik für Altersmedizin am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund arbeitet bei der Betreuung solcher Patienten unter dem gemeinsamen Dach des Klinikums Westfalen eng zusammen mit der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen. Beide Fachkliniken haben in enger Abstimmung eine gemeinsame Strategie zur Optimierung der Behandlung verunfallter Senioren entwickelt.

„Es ist entscheidend, dass bereits von der Aufnahme an die Patienten sowohl unfallchirurgisch als auch altersmedizinisch gemeinsam betreut werden“, so Dr. Haas, Chefarzt der Altersmedizin in Lütgendortmund. Schon die Befunde der Aufnahmeerhebung werden sofort von Altersmedizinern geprüft. Vorbereitung der Operation und die Nachsorge inklusive physiotherapeutischer und ergotherapeutischer Maßnahmen werden gegenseitig aktuell an beiden Standorten abgestimmt. Gemeinsame Visiten in Lütgendortmund und zuvor im Hellmig-Krankenhaus stellen den Informationsfluss innerhalb der Abteilungen sicher.

Auch für die Chirurgen ist es wesentlich, die Patienten im Blick auf ihr Alter ganzt individuell zu betrachten. „Sturzverletzungen im Alter bedeuten eine besondere Herausforderung. Patienten bringen oft weitere Begleiterkrankungen mit und einen verschlechterten Allgemeinzustand, der den Heilungs- und Mobilisierungsprozess stark beeinflusst“, so Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Kamener Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Ist für den Patienten im Anschluss an die Operation eine geriatrische Weiterbehandlung indiziert, dann betreuen ihn auch im Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund die Kamener Chirurgen weiter. So wird erreicht, dass alle Maßnahmen, auch Medikamentengabe und Bewegungsförderung, perfekt auf die individuelle Situation des Patienten abgestimmt sind. Im Ergebnis ergänzen sich die Kompetenzen der chirurgischen und der altersmedizinischen Kliniken zu einem nachweislich besseren Behandlungsergebnis.

Das bescheinigten externe Experten im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Das unabhängige Zertifizierungsverfahren untersucht die konsequente Anwendung wissenschaftlich fundierter Behandlungspfade und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Auditoren waren daher im Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund und im Hellmig-Krankenhaus Kamen unterwegs, analysierten Akten, nahmen Funktionsbereiche unter die Lupe und befragten Mitarbeiter aller Fachbereiche. Als Ergebnis bestätigten sie dem AltersTraumaZentrum des Klinikums Westfalen, dass hier der Anspruch individuell abgestimmter altersspezifischer Behandlungsprozesse auch professionell und umfassend gelebt wird. Das Klinikum Westfalen ist damit innerhalb der Region führend.

Das Ziel des AltersTraumaZentrums formulieren Dr. Haas und Dr. Metzner so: „Wir wollen älteren Patienten nach Sturzverletzungen wieder zu Mobilität und Lebensqualität zu verhelfen.“


Dr. med. Martin Haas, Direktor der Klinik für Innere Medizin und der Klinik für Altersmedizin
Dr. med. Martin Haas
Tel.: 0231 6188-297
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