Sozialdienst hilft bei Pflegebedürftigkeit

Aktuelles aus dem Klinikum

Sozialdienst hilft bei Pflegebedürftigkeit - Pflegetrainerinnen berieten Betroffene bei der Familienbande Kamen

Pflegebedürftigkeit kommt oft plötzlich - auch für Angehörige Betroffener. Kompetenter Rat und der Aufbau eines privaten Netzwerkes sind unverzichtbar, um pflegende Angehörige zu entlasten und zu unterstützen, so Cornelia Winter und Anke Spletter vom Sozialdienst des Hellmig-Krankenhauses. Im Cafe der Familienbande standen sie jetzt Betroffenen Rede und Antwort.

Karin Meier (Name geändert) versucht gerade, pflegerische Unterstützung für ihre Eltern zu organisieren, weil sie selbst nicht an deren Wohnort lebt. Karl Schmidt (Name geändert) ist selbst gehandicapt und möchte dennoch die Betreuung seiner Ehefrau daheim möglich machen. Für Cornelia Winter und Anke Spletter sind beides ganz typische Fälle. Etwa die Hälfte aller Pflegebedürftigen wird allein von Angehörigen gepflegt, wissen sie. Guter Rat tut Not, vor allem wenn Pflegebedürftigkeit in der Familie plötzlich eintritt.

Hilfestellung bei unerwarteter Pflegebedürftigkeit bietet seit zehn Jahren das Projekt "Familiale Pflege", eine Kooperation der AOK und der Universität Bielefeld mit  inzwischen etwa 360 Krankenhäusern in NRW. Anke Spletter und Cornelia Winter haben sich im Rahmen dieses Projektes als spezielle Pflegetrainer ausbilden lassen. Sie bieten kostenlose Pflegekurse an und Training im Krankenhaus oder nach der Entlassung zuhause.

Erste Anlaufstelle noch während des Krankenhausaufenthaltes ist der Sozialdienst der Klinik. Auf einen Hinweis von Pflege oder Ärzteteam hin nimmt Cornelia Winter Kontakt zu Patienten und Angehörigen auf. Sie berät, informiert über wichtige Ansprechpartner, hilft Kurzzeitpflege als ersten Schritt zu organisieren oder Eilanträge auf Pflegestufeneinordnung auf den Weg zu bringen.

Auch ein Pflegetraining für Angehörige organisiert der Sozialdienst bei Bedarf. Ein paar einfache Tipps können schon helfen, den Angehörigen richtig zu lagern oder bei der Mobilisierung zu unterstützen. Die Pflegetrainerinnen kennen aus jahrelanger Praxis die Probleme, die bei der Pflege auftreten und haben viele Antworten parat auch zu ganz speziellen Fragen. Auch im Cafe der Familienbande ging es schnell um individuelle Problemlagen. "Das Gespräch in der Gruppe ist vielen Betroffenen wichtig, es hilft, die oft leidvollen Erfahrungen und Vorgeschichten auszutauschen", weiß Anke Spletter.

Informationen über Schulungsangebote für pflegende Angehörige im Klinikum Westfalen sind unter der Rufnummer 02307149 341 oder per Mail an cornelia.winter@klinikum-westfalen zu erfragen.
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