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Nach der Schreckdiagnose Schilddrüsenkrebs: 71-Jährige hat wieder eine normale Lebenserwartung

Döndü Sarikaya fand im Knappschaftskrankenhaus Dortmund ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung

Döndü Sarikaya war gerade in ihrem Heimatland Türkei, als ihre Stimme plötzlich versagte. Ihr erster Weg führte zu einem Arzt vor Ort und dort wurde eine besorgniserregende Diagnose gestellt: Verdacht auf ein Medulläres Schilddrüsenkarzinom – eine sehr seltene Tumorerkrankung der Schilddrüse.

Und damit stand fest: Diese Erkrankung kann nur durch eine Operation in einer spezialisierten und entsprechend ausgestatteten Klinken geheilt werden. Für Döndü Sarikaya war schnell klar, dass sie in ihre deutsche Heimat nach Dortmund zurückfahren würde. Im Schilddrüsenzentrum des Knappschaftskrankenhauses in Dortmund-Brackel fand sie die idealen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung.

 

„Frau Sarikaya stellte sich zunächst in unserer Nuklearmedizin bei Prof. Ahmadzadehfar vor. Dort bestätigte sich die Diagnose und es war schnell klar, dass nur ein ausgedehnter chirurgischer Eingriff mit vollständiger Entfernung der Schilddrüse und der Halslymphknoten in Frage käme“, erinnert sich Oberarzt Dr. Tim Schmidt an das erste Kennenlernen der Patientin. Gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Christina Schwarz, die als so genannte FEBS (Mitglied des europäischen Gremiums für Chirurgie) im Bereich der endokrinen Chirurgie zertifiziert ist, plante er die zehnstündige OP.

Der Eingriff verlangte nicht nur von den Chirurgen, sondern auch von den Anästhesisten und der OP – Pflege ein hohes Maß an Vorbereitung und Konzentration. Neben der kompletten Schilddrüse wurden in diesen Fall auch fast 80 Lymphknoten entfernt. Während des gesamten Eingriffs hatten die Operateure zudem stets den Stimmbandnerven im Blick. „Die Verletzung des Stimmbandnervs ist eines der größten Risiken des Eingriffs“, erklärt Dr. Christina Schwarz. „Ein durchgehendes Nerven-Monitoring ermöglicht uns zu jedem Zeitpunkt der Operation, die Funktion der Nerven zu beurteilen. Ein weiteres Risiko besteht in der Beeinträchtigung der Nebenschilddrüsenfunktion. Zudem ist die Nachblutung als mögliche Komplikation zu nennen“, umreißt die Fachärztin die Risiken.

Bei Döndü Sarikaya verlief die Operation, die Dr. Schwarz und Oberarzt Dr. Schmidt gemeinsam durchführten, problemlos. „Wir sind mit dem Verlauf der Behandlung sehr zufrieden. Besonders herauszustellen ist hier die gute Zusammenarbeit und die Leistung des Teams, die essentieller Bestandteil des Behandlungserfolges sind“, fasst Dr. Schmidt zusammen und lobt direkt die OP-Pflegekräfte Anna Bußmann und Felicita Stumm, die vor und während der Operation eine wichtige Rolle einnahmen.

Sechs Tage nach dem Eingriff konnte die 71-Jährige das Knappschaftskrankenhaus schon wieder verlassen und zu ihrer Familie in Dortmund zurückkehren. Sieben Wochen später ist von außen kaum mehr etwas zu sehen. Die Patientin ist munter und fühlt sich gesund. Die Blutwerte bestätigen das Gefühl: „Wir gehen davon aus, dass sie wieder eine ganz normale Lebenserwartung hat“, so Dr. Schwarz. Für Döndü Sarikaya und ihre Familie ein Grund zur Freude und ein Anlass, danke zu sagen – an das gesamte Team im Knappschaftskrankenhaus Dortmund und an Dr. Özgur Özcelik, ihren Arzt in der Türkei, der sofort die richtige Diagnose stellte.
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