Reinhold Walta
Im Krankenbett erinnert sich Reinhold Walta an die Zeit, als er mit seinen Mitarbeitern den Rohbau an der Volksgartenstraße errichtete. Zeitungsberichte zeugen von den damaligen Leistungen.
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Ehemaliger Polier kehrt als Patient ins Lütgendortmunder Krankenhaus zurück

Vor 42 Jahren war Reinhold Walta der Chef auf der Klinik-Baustelle

Vor 42 Jahren war er Polier auf der Baustelle des Lütgendortmunder Krankenhauses, jetzt kehrte Reinhold Walta als Patient zurück an seinen früheren Arbeitsplatz - und erkannte das Gebäude kaum wieder.


„Wir haben damals ja nur den Rohbau gemacht. Für die Fassadengestaltung und den Innenausbau waren andere Unternehmen zuständig. Und außerdem ist im Lauf der Zeit ja noch so einiges an- und umgebaut worden, erzählt der heute 83-jährige und zeigt sich beeindruckt vom Ist-Zustand. „Damals sahen Krankenhäuser noch ganz anders aus – und auch auf den Baustellen tickten die Uhren langsamer“, erinnert er sich. Ganze vier Jahre dauerte es, allein den Rohbau der Klinik zu erstellen. „Fertigbauteile gab es nicht, wir mussten noch alles von Hand machen.“ Der Beton wurde auf der Baustelle angemischt und in die vor Ort erstellten Verschalungen gegossen. Da hieß es für die Bauarbeiter auch schon mal 50 Kilo schwere Zementsäcke schleppen.

„Als Polier hatte ich natürlich Glück. Für die schweren körperlichen Arbeiten waren andere zuständig. Aber wenn es kompliziert wurde, wie zum Beispiel beim Gießen des Aufzugschachtes, musste ich auch schon einmal drei Tage und Nächte durchgehend vor Ort sein.“ 30 bis 40 Leute arbeiteten damals auf der Baustelle an der Volksgartenstraße unter dem Kommando von Reinhold Walta, der zwar immer in Lütgendortmund wohnte, aber beruflich auf Großbaustellen in ganz Deutschland zuhause war – bis ihn im Jahr 1994 ein Schaden an der Lendenwirbelsäule in den Ruhestand zwang.


Zum alten Eisen zählt der Witwer freilich noch lange nicht. Mit seinen 83 Jahren ist er erstaunlich fit, managt seinen Haushalt allein und fährt mit Tochter und Enkelsohn regelmäßig in den Urlaub. Vom Mittelfußbruch, der ihn jetzt ins Knappschaftskrankenhaus führte, lässt sich der Lütgendortmunder auch keineswegs unterkriegen, sondern nimmt tatkräftig an den Reha-Angeboten teil. Denn: „Auch wenn es mir hier sehr gut gefällt und viele schöne Erinnerungen wach werden, will ich doch bald wieder nach Hause“.

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