Prostatazentrum Dortmund-Ost

Prostata Zentrum
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Was leistet das Prostata-Zentrum am Knappschaftskrankenhaus Dortmund?

In der Prostata oder Vorsteherdrüse wird beim Mann ein großer Teil der Samenflüssigkeit produziert, gesteuert über das Hormon Testosteron. Meist erst in fortgeschrittenem Alter kann die Prostata Beschwerden auslösen, bedingt durch ein gutartiges Wachstum mit Einengung der Harnröhre oder durch eine Krebserkrankung. Im seit fast 15 Jahren immer wieder neu zertifizierten Prostatazentrum am Knappschaftskrankenhaus werden jegliche Erkrankungen der Prostata mit modernster Medizintechnik und hoher Kompetenz diagnostiziert und behandelt. Das Zentrum setzt auf zukunftsweisende, am Patientenwohl orientierte Konzepte.

Was zeichnet das Prostata-Zentrum Dortmund-Ost aus?

Das Zentrum wurde schon 2007 als eines der ersten Prostatazentren in Deutschland erstmals zertifiziert. Es wird jährlich neu nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) geprüft und seitdem immer wieder mit diesem Prädikat ausgezeichnet. Unser Haus zeichnet zudem eine besonders niedrige Rückfallquote aus. Das Focus-Gesundheitsmagazin stuft das Zentrum seit 2013 alljährlich im nationalen Krankhausvergleich als Top-Klinik ein. Das Prostatazentrum am Knappschaftskrankenhaus vereint interdisziplinäre medizinische Kompetenz mit modernster Ausstattung und Ausrichtung auf das Wohl des Patienten. Im Prostata-Zentrum Dortmund-Ost arbeiten Spezialisten unterschiedlicher Fachabteilungen zusammen. Kern des Zentrums ist ein hoch kompetentes medizinisches Team, das große Erfahrung auch im Einsatz modernster Therapieformen bündelt. In dieser Kompetenz sowie bei der medizintechnischen Ausstattung steht das Haus großen Universitätskliniken in nichts nach.

Wie werden hier Behandlungskonzepte bei Prostatakrebs erarbeitet?

Für die Diagnose werden modernste Verfahren genutzt (MRT, CT, Farbduplex-Sonographie, Biopsie, MRT gesteuerte Fusionsbiopsie). In unserer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz werden alle Patienten mit einem Spezialisten-Team genauestens besprochen und entsprechende Behandlungskonzepte empfohlen. Prostatakrebs wächst eher langsam. Früh diagnostiziert muss er bei sorgsamer Beobachtung nicht immer sofort behandelt werden. Wenn der Krebs keine Symptome auslöst, kann er unter enge Überwachung gestellt werden (Active Surveillance-Konzept oder Watchfull Waiting). Wird eine weitergehende Behandlung erforderlich, bietet unser Zentrum sämtliche modernen Diagnose- und Operationsverfahren an.

Welche Behandlungsoptionen für den Prostatakrebs werden angeboten?

Zur Therapie werden Hormon- und Chemotherapie oder Alternativtherapien angewendet. Bei der Brachytherapie wird eine Strahlenquelle innerhalb des Körpers nah am Tumor platziert.
Zur operativen Behandlung des Prostatakarzinoms bis hin zur kompletten Entfernung der Prostata wird vorzugsweise eine minimalinvasive Technik mit Unterstützung des Operateurs durch das robotische daVinci System angeboten. Unser Zentrum verfügt über Operateure mit zehnjähriger Erfahrung in dieser Operationstechnik und über eine fortlaufend erneuerte medizintechnische Ausstattung. Beides zusammen ermöglicht besonders nervenschonende Eingriffe zur Erhaltung von Kontinenz und Potenz. In besonderen Situationen werden auch klassische offene Eingriffe durch einen Unterbauchschnitt durchgeführt. Die niedrige Rückfallquote in unserem Haus bedeutet zugleich eine hohe Erfolgsquote. Eingebunden in die Behandlung sind jeweils Psychoonkologie und Ernährungsberatung.

Wie werden gutartige Prostatavergrößerungen behandelt?

Gutartige Prostatavergrößerungen, die Beschwerden verursachen und die Lebensqualität einschränken, werden medikamentös oder operativ mit modernsten und schonenden Verfahren behandelt. Ein Greenlight-Laser der neuesten Generation verdampft schonend und ohne Blutungen Prostatagewebe und kann daher auch bei Einnahme gerinnungshemmender Mittel genutzt werden. Bei der TUR (Transurethrale Resektion) wird in endoskopischem Verfahren störendes Prostatagewebe mit einer elektrischen Schlinge beseitigt. Die TURiS-Plasma-Vaporisation (TURiS = Transurethral Resection in Saline) setzt gut verträgliche Kochsalzlösung als Spülmittel ein und kombiniert auf schonende Weise den Einsatz einer elektrischen Schlinge und die Verdampfung durch eine Vaporisationselektrode. Bei der Adenomektomie wird offen über einen kleinen Bauchschnitt operiert. Neu eingeführt ist die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) als weiteres innovatives Verfahren.

Was bedeutet robotische Unterstützung bei Operationen mit dem daVinci-System?

Minimalinvasive oder laparoskopische Verfahren - auch als Schlüssellochchirurgie bezeichnet - belasten den Patienten weit weniger, als herkömmliche offene Operationen. Die robotische Unterstützung des Operateurs durch das daVinci System bietet für diese Form des Operierens ganz neue Möglichkeiten. Das daVinci-System besteht aus einer Operationseinheit und einer Bedienkonsole. Der Operateur verfügt auf einem Bildschirm über eine dreidimensionale, stark vergrößerte Sicht auf das Operationsgebiet und kann so feinste Strukturen identifizieren. Er steuert die Instrumente über die Bedienkonsole, die absolut zitterfrei Fingerbewegungen wie bei einer Fernsteuerung übermittelt. Die Operationsinstrumente sind sehr klein und ermöglichen große Bewegungsfreiheit. Dies erlaubt eine präzisere Präparation, als dies die menschliche Hand im direkten Zugriff möglich macht.

Bei einer wegen einer Krebserkrankung erforderlichen Prostataentfernung führt der Einsatz des daVinci-Systems zu exzellenten Ergebnissen bezüglich Kontinenz und Erektionsfähigkeit. Geringer Blutverlust und kleine Wunden ermöglichen einen kurzen Krankenhausaufenthalt und eine schnelle Wiederherstellung der körperlichen Belastungsfähigkeit. Zudem werden in der Regel weniger Schmerzmittel benötigt.

Weitere Informationen und ein Video finden Sie HIER.

Betreut das Prostatazentrum auch internationale Patienten?

Die urologische Klinik des Klinikums Westfalen im Knappschaftskrankenhaus Dortmund genießt seit Jahren auch international einen hervorragenden Ruf. Jedes Jahr werden hier auch Patienten aus dem Ausland behandelt.

Warum setzt das Zentrum auf Aufklärung und Nachhaltigkeit?

Für uns beschränkt sich das Engagement für unsere Patienten nicht auf den stationären Aufenthalt. Uns ist eine enge Kooperation mit niedergelassenen Ärzten in der Vorbereitung und Nachsorge sowie in gemeinsamen Qualitätszirkeln wichtig. Wir bieten Informationsabende an, die pandemiebedingt zeitweilig online organisiert werden müssen. Tradition hat der jährliche Aktionstag unseres Krebszentrums am Phoenix-See, auch der kann allerdings in diesem Jahr nur in begrenztem Umfang stattfinden. Informationen dazu veröffentlichen wir in unserem Internetauftritt. Wir arbeitet eng zusammen mit regionalen Selbsthilfegruppen, um auch auf diese Weise Patienten nach der Therapie Austausch mit Gesprächspartnern anzubieten. Die Prostatakrebs-Selbsthilfe Dortmund e.V. (PKSHG DO) engagiert sich auf diese Weise (Tel.: 02307 560142).

Dr. med. Stefan Orth
Dr. med. Stefan Orth
Tel.: 0231 922-1700
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