Wundmanagement

Was versteht man unter moderner Wundbehandlung ?

Wunden können von außen durch Gewalt zugefügt werden oder als Folge einer Erkrankung auftreten. Von außen zugefügte Wunden sind z.B. zufällige Verletzungen, aber auch gezielte Operationswunden.
 
Zu krankheitsbedingten Wunden gehören z.B. Ulcera, die durch mangelnde Durchblutung, und oder durch Ödeme (Wasseransammlung in den Beinen) entstehen.
Ein weiterer Unterscheidungsfaktor ist die Wundheilungsdauer. Hier wird unterschieden in akute Wunden und chronische Wunden. Von chronischen Wunden spricht man wenn sich trotz sachgerechter Versorgung innerhalb von 8-12 Wochen keine Heilungstendenz zeigt. Akute Wunden heilen meist innerhalb von ca 3 Wochen ab.
 
Die Wundheilung bei chronischen Wunden dauert in der Regel länger als 3 Monate. Zu den chronischen Wunden gehören:
 
  • Dekubitus
  • Ulcus cruris
  • Diabetisches Fußsyndrom 
  • Sekundäre Wundheilungsstörung
 
Chronische Wunden sind meistens die Folge einer Grunderkrankung. Verschiedene Risikofaktoren und Lebensweisen begünstigen die Entstehung einer solchen Krankheit und erhöhen das Risiko, eine chronische Wunde zu bekommen.
 
Dazu gehören Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Unterernährung, Mangelernährung (auch Übergewichtige können mangelernährt sein, wenn die Ernährung sehr einseitig und nicht ausgewogen ist), Immobilität des Patienten und Immundefekte.
 
Zuerst muss die Ursache der Wundheilungsstörung behoben werden, bevor der Heilungsprozess beginnen kann. Neben den möglichen Ursachen und einer intensiven Diagnostik bilden die Beurteilung des Patienten und die Formulierung des Therapieziels einen wesentlichen Bestandteil der Wundtherapie.

Was macht eine ganzheitliche Behandlung aus?

Eine ganzheitliche Beurteilung des Patienten sollte am Beginn der Behandlung stehen. Auf folgende Punkte ist dabei zu achten:
 
Formulierung des Therapieziels
  • Bekämpfung der Grundkrankheit
  • Lokale Wundtherapie
  • Mögliche chirurgische Interventionen
  • Allgemein unterstützende Maßnahmen <
  • Sicherung der Lebensqualität

Lokaltherapie
  • Kontinuierliche Wundbeurteilung
  • Debridement (mechanische Wundreinigung), wenn notwendig wiederholen
  • Bekämpfung von bakterieller Kontamination und Infektion mittels Antibiotika
  • Einsatz phasenadaptierter Wundauflagen
Wundheilung erfolgt in Phasen:
 
1. Reinigungsphase
In dieser Phase versucht die Wunde sich selbst zu reinigen. Es kommt zur Bildung von Wundsekreten die die Wunde absondert.
Diese physiologische Reaktion äußert sich durch Entzündungszeichen:
  • Überwärmung,
  • Ödem,
  • Rötung
  • Schmerz
  • Funktionseinschränkung

2. Granulationsphase
In dieser Phase kommt es zur Auffüllung der Wunde mit neuem Zellgewebe, die Wundheilung setzt ein.
Vorhandene Nekrosen, Fremdkörper und Bakterien verzögern folglich die Bildung von Granulationsgewebe.

3. Epithelisierungsphase
Das Granulationsgewebe wird zunehmend wasser- und gefäßärmer und festigt sich. Es kommt zu einer verstärkten Kollagenbildung und Quervernetzung der Fasern. Epithelzellen (Hautzellen) wandern auf dem Granulationsgewebe aufeinander zu und verschließen das Wundgebiet endgültig.

Für jede Phase gibt es eine phasengerechte Wundtherapie, die zu berücksichtigen ist.

Welche Faktoren beeinflussen die Wundheilung?

Wie gut eine Wunde heilt, hängt aber von vielen Faktoren ab.
Neben den wundeigenen, lokalen, kommen noch Einflüsse des gesamten Körperzustandes, die allgemeinen Faktoren, hinzu.

Lokale Einflüsse
  • Verbliebene Fremdkörper, Infektion, Einblutung (Hämatome)
  • Nekrosenplatten, Fibrinbeläge
  • Zu hohe Nahtspannung, schlecht durchblutete oder nekrotische Wundränder
  • Austrocknung und Unterkühlung
  • Unphysiologische Bewegung im Wundgebiet
  • Vorschädigung des Gewebes (Bestrahlung u. a.)

Allgemeine Einflüsse

  • Ernährung Mangelernährung (Eiweiß, Kohlehydrate, Fett) oder Flüssigkeitsmangel, Mangel an Vitaminen (B, C) oder Mineralstoffen (Zink, Eisen). 
  • Stoffwechselstörungen Diabetes mellitus, herabgesetzte Immunitätslage, Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Morbus Crohn, Collitis ulcerosa und andere Resorptionsstörungen.
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems: PavK, Mikrozirkulationsstörungen, Faktor VIII-Mangel, Anämie, reduziertes Kreislaufvolumen.
  • Medikamente z. B. Cortison, Zytostatika, Immunsupressiva.
  • Immunologische Erkrankungen: AIDS, Lymphome, u. a.
  • Patienteninduzierte Faktoren: Rauchen Alkoholismus, Manipulationen am Wundverband/an der Wunde.


Worauf kommt es bei der Wundbehandlung besonders an?

In unserer medizinischen Klinik für Diabetologie stehen wir mit modernsten Diagnose- und Behandlungsverfahren Menschen mit chronischen Wunden zur Seite und begleiten sie auf ihrem Weg zur Verbesserung ihrer individuellen Lebensqualität. 

Gemeinsam planen wir, nach neuesten Leitlinien und wissenschaftlichen Erkenntnissen der jeweiligen Lebenssituation angepasst, die Diagnostik und Behandlung. Unser Anliegen ist es, zur bestmöglichen Wundbehandlung, ambulante und stationäre Behandlungsmaßnahmen zu kombinieren.
 
  • Moderne Wundbehandlung mit individuell angepasster Behandlungsplanung
  • Schmerzarme Verbandwechsel durch Verwendung neuester Wundauflagensysteme
  • Schonende Wundreinigung durch lokale Betäubung Standardisierte Untersuchung aller Wundpatienten, auch seltener Ursachen
  • Spezielle Wundbehandlungsverfahren, wie z.B. Madentherapie, Vakuumtherapie, Kaltplasmatherapie
  • Spezielle Kompressionsbehandlungsverfahren
  • Anbindung und Überleitung in die häusliche Versorgung
 
Die Wundheilung ist nur so gut wie das Management, das dahintersteht!

Deutschland beste Ausbildungsbetriebe
Deutschland beste Arbeitgeber
Home Innvationskraft
Home Unternehmerische Verantwortung
Top Karriere Chancen
Top Mediziner - Bauchstraffung
Top Mediziner - Fettabsaugen
Top Mediziner - Kinderorthopädie
Top Mediziner - Copd und Lungenemphysem
Regionales Krankenhaus Nordrheinwestfalen
TOP Mediziner - Plastische Wiederherstellungschirurgie
Top Mediziner - Sportortopäie
KTQ-Zertifikat
Zertifikat seit 2019 audit berufundfamilie
QMKD-Zertifikat
KLiK GREEN
Partner der PKV 2020
Mitglied im Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen