Alt Tag
Ein Experte im Bereich der Diabetologie & Angiologie, Dr. med. Marcus Rottmann, Chefarzt an der Klinik am Park Lünen.

Diabetes mellitus: Über 8,5 Prozent der Deutschen sind betroffen

Mitmachaktion und Informationsvortrag in der Klinik am Park

Am Vorabend des Weltdiabetestages 2014 präsentierte die Klinik für Diabetologie und Angiologie der Klinik am Park Lünen verschiedene Angebote für Patienten und Besucher. Im Eingangsbereich boten Sylvia Hinrichs, Diabetesberaterin, und Gisela Koischwitz, Krankenschwester, kostenfreie Blutdruck-, Blutzucker- und Pulsmessungen an. „Es ist wichtig zu wissen, ob man selbst von Diabetes mellitus betroffen ist. Nur wer weiß, dass er erkrankt ist, kann auch entsprechende medizinische Maßnahmen anwenden“, erklärte Sylvia Hinrichs.

Im Anschluss an die Untersuchungen informierte Dr. med. Marcus Rottmann, Chefarzt der Klinik für Diabetologie und Angiologie, die Besucher über die Zusammenhänge zwischen Diabetes & Schlaganfällen. Diabetes gilt mittlerweile als Volkskrankheit in Deutschland. Über 8,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land leiden an der meist erblich, chronischen Stoffwechselkrankheit. Weltweit sind es über 370 Millionen, Tendenz steigend. Dr. Marcus Rottmann, der sich bereits seit mehr als neuneinhalb Jahren in der Klink am Park mit der Thematik beschäftigt, erläuterte: „Häufig stellt sich erst bei der Nachbehandlung eines Schlaganfalls heraus, dass Betroffene an Diabetes leiden, es selbst aber zuvor nicht wussten. Diabetes mellitus ist die sehr häufig die Ursache für Folgekomplikationen wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Fußamputationen, Erblindung oder Nierenschäden“. Ein Grund dafür ist, dass sich die Gefäße bei Diabetes-Erkrankten früher verengen. „76,6% der Betroffenen sterben an den Folgen“, betonte Rottmann. Kommt es zum Schlaganfall weil ein Gefäß verstopft ist, wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut, welches Sauerstoff und Nährstoffe transportiert, versorgt. „Die Folge sind absterbende Gehirnzellen, was häufig zu schwerwiegenden Konsequenzen für Betroffene führt. Beispiele sind Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen“ so der Mediziner. Und Dr. Rottmann weiter: „Jeder der solche oder ähnliche Symptome verspürt sollte umgehend die 112 wählen. Es handelt sich um einen Notfall“.

Doch was können wir machen, um erst gar nicht eine solche Situation zu geraten? Der Chefarzt erläuterte, dass das Wichtigste die Vorbeugung sei. Einfache Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung oder der Abbau von Übergewicht verringern das Risiko an Diabetes zu erkranken um ein Vielfaches. Sollte jedoch trotzdem eine Diabetes-Erkrankung diagnostiziert werden, kann mit Hilfe von individuellen, multimodalen Behandlungsmethoden ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben geführt werden. Der Chefarzt beendetet seinen Vortrag mit dem Appell: „Bei pflichtbewusstem und verantwortungsvollem Umgang mit Diabetes können die Einschränkungen auf ein minimales Level reduziert werden“.
Focus Siegel Top Karriere Chancen KTQ Logo Qualität und ServiceNOMINIERT Beste Klinik-Website
Top