Der ärztliche Direktor des Klinikums Westfalen, Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Bauer, tritt jüngsten pauschalen Meldungen über hohe Fehlerquoten an deutschen Krankenhäusern entgegen.

Aktuelles aus dem Klinikum

Zertifizierte Qualität im Knappschaftskrankenhaus - Klinikum Westfalen betont Engagement

Der ärztliche Direktor des Klinikums Westfalen, Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Bauer, tritt jüngsten pauschalen Meldungen über hohe Fehlerquoten an deutschen Krankenhäusern entgegen. Der Einsatz für nachgewiesene Top-Qualität der medizinischen Versorgung gemessen an nationalen und internationalen Standards werde im Klinikum Westfalen und an anderen Häusern mit hohem Engagement betrieben.

Ein zentrales Instrument in der Qualitätssicherung seien externe Zertifizierungen, so Bauer. Etwa ein Viertel der deutschen Krankenhäuser sei zum Beispiel nach den höchsten Maßstäben der Kooperation für Transparenz und Qualität (KTQ) geprüft, hinter der Verbände und Kammern des deutschen Gesundheitswesens stehen. Die Ausweisung von zertifizierten Zentren an einem Krankenhaus, ob in der Behandlung von Krebserkrankungen oder bei Gelenkoperationen, gebe Patienten einen wichtigen Qualitätshinweis, ist er überzeugt.

Zum Start des neuen Gesundheitsforums am Knappschaftskrankenhaus Dortmund nahm Bauer Stellung zum Thema Qualität der medizinischen Versorgung im Krankenhaus. Undifferenziert werde in jüngsten Darstellungen Kritik über die Krankenhäuser in Deutschland insgesamt ausgeschüttet. Dies stehe in klarem Gegensatz zu den Ergebnissen von Patientenbefragungen.

Das Finanzierungssystem schaffe Wettbewerb und Kostendruck für die Krankenhäuser, so Bauer. Schwarze Zahlen machten es Häusern leichter, Qualität in jeder Breite zu sichern, als wenn eine nicht ausreichende Finanzausstattung jede Investition erschwere. Instrumente für Qualitätsmaßstäbe aber seien vorhanden. Die Realisierung von standardisierten Behandlungspfaden schaffe schon heute hohe Sicherheit für die Patienten. Zusätzl,iche Anstrengungen bei der Qualitätssicherung würden allerdings Krankenhäusern nicht finanziell vergütet.

Durch Prüfer von Fachgesellschaften vergebene Zertifikate seien kein beliebiges Zufallsprojekt. Am Klinikum Westfalen habe sich zum Beispiel die Entwicklung zum ersten zertifizierten Krebszentrum in NRW gestützt auf eine onkologische Tradition des Hauses, die konsequent weiter geführt werde. Die hohe Zahl der Zertifizierungen und regelmäßigen Überprüfungen bei Rezertifizierungen - allein 2013 waren es elf für das Klinikum Westfalen - sei Ergebnis eines konsequenten Bemühens um Qualitätssicherung im Klinikum Westfalen.