Prostata-Erkrankungen / Therapien und Möglichkeiten im Klinikum Westfalen

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Prostata-Erkrankungen / Therapien und Möglichkeiten im Klinikum Westfalen

Anfangs der 80er Jahre war jede Prostata-Krebs-Diagnose ein schwerer Schicksalsschlag, betonte Dr. Stefan Orth, Chefarzt der Klinik für Urologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund, beim Vortragsabend im PueD Eving. Dank aktueller Vorsorgemöglichkeiten und moderner Behandlungsmethoden sei Prostata-Krebs heute in sehr vielen Fällen heilbar mit hoher Lebensqualität für die Patienten.

Der PSA-Wert sei für ihn auch deshalb ein eindeutig positiv zu sehendes Instrument, so der Chefarzt. Er helfe ganz eindeutig, bösartige Prostata-Erkrankungen früh genug zu erkennen. In zwei Dritteln aller Fälle werde heute der Krebs diagnostiziert, wenn er noch auf das eine Organ beschränkt sei.

Prostatakrebs sei die häufigste Krebserkrankung beim Mann und deshalb keineswegs zu vernachlässigen, warnt Dr. Orth. Er fordert für alle Männer im fraglichen Alter eine jährliche urologische Untersuchung mit Ermittlung des PSA-Wertes. Bei der Prostata wie beim Darm gehe es um anfangs problemlose Zellen, die später aggressiv werden. Deshalb bestehe bei beiden Erkrankungen bei früher Entdeckung gute Heilbarkeit.
Heute stünde dafür ein Spektrum therapeutischer Möglichkeiten zur Verfügung. Er selbst präferiere in vielen Fällen eine chirurgische Lösung, weil diese dank heutiger Techniken die geringsten Komplikationsrisiken biete. Das gelte auch für Nachfolgeprobleme wie Inkontinenz oder Impotenz.

Fragen der Zuhörer galten vor allem der Frage, wann wirklich operiert werden müsse und welche Nachfolgeprobleme zu erwarten seien. Grundsätzlich werde heute nicht immer gleich operiert, der Arzt wäge ab das Tumorstadium, die Aggressivität des Tumors und die Lebenserwartung des Patienten. Das aktive Abwarten mit enger Kontrolle sei durchaus eine gängige Option.

Wenn operiert werde, dann geschehe das in ganz anderer Technik als früher, mit mehr Substanzerhalt und höherer Nervenschonung. Hohe Kompetenz sicherten gerade zertifizierte Prostata-Zentren den Patienten. In vielen Fällen würden minimalintensive Techniken eingesetzt. Robotische Unterstützung des Chirurgen ermögliche eine Präzision, so Dr. Orth, die früher nicht erreichbar gewesen sei.

Natürlich gebe es nicht nur bösartige Erkrankungen der Prostata. Auch bei anderen Krankheitsbildern stehe heute eine große Bandbreite therapeutischer Maßnahmen inklusive des Einsatzes von Lasertechnik zur Verfügung. Allerdings warnt Dr. Orth auch vor Scharlatanerie, die sich hinter manchen Wunderheilungsversprechungen verberge.

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