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Prof. Dr. Thomas Griga, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Knappschaftskrankenhaus Dortmund, informierte die Besucher.

Lebererkrankungen können jeden treffen

Aktionstag am Knappschaftskrankenhaus lockte viele Besucher

Zum 15. Deutschen Lebertag organisierte das Knappschaftskrankenhaus Dortmund einen Leberaktionstag mit Informationen, kostenlosen Untersuchungen und Gewinnmöglichkeiten.

"Lebererkrankungen treten viel häufiger auf, als meist vermutet", so  Prof. Dr. Thomas Griga, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Knappschaftskrankenhaus Dortmund. Viele Lebererkrankungen, ob nun Virushepatitis, Fettleber oder Autoimmunerkrankungen der Leber, bleiben lange ohne spezifische Beschwerden, daher ist die Dunkelziffer enorm hoch. Allein an chronischer Hepatitis B und Hepatitis C sind etwa eine Million Menschen in Deutschland erkrankt – die meisten, ohne es zu wissen.

Hinzu kommen Erkrankungen der Leber, die insbesondere in den westlichen Industrienationen rasant zunehmen: Schätzungsweise 20 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter Fetteinlagerungen der Leber. Bedrohlich sind Leberentzündungen die damit einhergehen können. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, drohen Spätfolgen wie Leberzirrhose oder auch Leberkrebs.

"Der schleichende Krankheitsverlauf ist es, der Lebererkrankungen so problematisch macht", erklärte Prof. Dr. Thomas Griga den über 80 Besuchern der  Aktionsveranstaltung. Ernste Beschwerden treten oft erst im späten Krankheitsverlauf auf. Umso wichtiger ist es, auf die eigene Lebergesundheit zu achten. Vermeidung von Übergewicht und zu viel Alkohol gehören ebenso dazu wie eine Kontrolle der Leberwerte durch den Hausarzt. Erhöhte Leberwerte sind oft das erste Anzeichen einer Lebererkrankung. Früh erkannt, sind die meisten Lebererkrankungen heute gut behandelbar. "Eine frühe Diagnose lohnt sich!", betonte der Chefarzt.

Neben dem Informationsvortrag bot die Klinik für Gastroenterologie, Endoskopie und Diabetologie den Besuchern kostenfreie Leberuntersuchungen an. Lange Besucherreihen an den zwei Ultraschallplätzen zeigten das große Interesse, mehr über den persönlichen Zustand der eigenen Leber zu erfahren. Desweiteren präsentierte sich die Ernährungsberatung des Krankenhauses mit einem eigenen Informationsstand. Neben frischen Äpfeln und zahlreichen Tipps für eine schonende und gesunde Ernährung, welche sich positiv auf die Funktion der Leber auswirkt, ermittelte Ernährungsberaterin Adelheid Reichel die BMI-Werte der Anwesenden.